Industrielles Gartenreich Bauhaus - Wende - Perspektiven

Neue Publikation reflektiert 30 Jahre Industrielles Gartenreich in der Region

 

Anfang November 1989 fand am Bauhaus in Dessau das II. Internationale Walter-Gropius-Seminar statt. Es legte den Grundstein für das Langzeitprojekt „Industrielles Gartenreich“, das zur Korrespondenzregion der EXPO 2000 wurde und mit Orten, wie Ferropolis bis heute in der Region hinein spiegelt und überregionale Aufmerksamkeit generiert.

Dreißig Jahre später widmete sich eine Tagung im Bauhaus Dessau den Fragen: Was war das Bauhaus in der DDR und welchen Beitrag hat es in der Wende und dem nachfolgenden Transformationsprozess geleistet? Welche Impulse gingen von der Institution aus und welche Ausblicke gibt es heute?

Das von der WFG Anhalt-Bitterfeld | Dessau | Wittenberg herausgegebene und vom Land Sachsen-Anhalt geförderte Buch reflektiert die Tagung vom 08.-10. November 2019 im Bauhaus Dessau und gibt auf 256 Seiten Antwort auf diese Fragen. Es verknüpft die Reflexion auf 30 Jahre Wende und deutsche Einheit mit einem Ausblick auf die Transformation der Region.

 

Der erste Teil des Buches widmet sich dem Bauhaus Dessau in der DDR und reflektiert die wichtigsten Ausstellungen und Veranstaltungen jener Zeit. Über die Perioden und Projekte des Industriellen Gartenreichs und den sachsen-anhaltischen Beitrag als Korrespondenzregion zur EXPO 2000 gibt der zweite Teil Auskunft. Unter der Überschrift „Region als Strategie - lernen für die Zukunft“ wagt der dritte Teil schließlich einen Ausblick in die Zukunft und gibt Empfehlungen für den Kohleausstieg.

Beruflich Interessierte können hier das Buch bei der Gesellschaft bestellen.

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InduCult2.0

Das INTERREG Projekt “InduCult2.0” (2016-2019) vereint mehrere Regionen Mittel- und Osteuropas abseits der großen Metropolen, die über eine spezifische industrielle Vergangenheit und Gegenwart verfügen. In den letzten Jahren haben diese einschneidende Veränderungen erfahren. Automatisierung, Globalisierung und die Transformation von Plan- zu Marktwirtschaften in diesen Ländern sind da nur einige Stichworte. Die lange wirtschaftliche Vorherrschaft industrieller Produktion hat in den Partnerregionen ein besonderes kulturelles Milieu wachsen lassen. Ziel von InduCult2.0 ist es hier neben der Förderung und Etablierung einer "lebendigen Industriekultur " in Mitteleuropa, die Stärkung der spezifischen Kultur unter Nutzung als Standortfaktor sowie den Pioniergeist in Industrieregionen wiederzubeleben.

Als Kooperationspartner des Landkreises Zwickau hat die WFG Anhalt-Bitterfeld | Dessau | Wittenberg innerhalb des INTERREG-Projektes InduCult2.0 zwei eigene Teilprojekte umgesetzt. Im Ersten wurde in Zusammenarbeit mit Herrn Prof. Dr. Kegler und Herrn Kröber ein Konzept unter dem Thema "History of the Future - Innovations- und Pionierkultur industrieller Regionen" erarbeitet. Dabei wurde am Beispiel des Chemiedreiecks Bitterfeld-Wolfen | Dessau | Wittenberg, die Innovations- und Pionierkultur von den Anfängen bis in die Zukunft betrachtet.  Im zweiten Projekt wurde im Rahmen eines Kreativworkshops Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Kreativen und der Industrie erörtert, die auf dem Weg zur Industrie 4.0 hilfreich sind.

 

Die beiden Abschlussberichte können hier und hier heruntergeladen werden.

 

Tourismuswirtschaftliche Gesamtkonzept

Das Tourismuswirtschaftliche Gesamtkonzept für die Gewässerlandschaft im mitteldeutschen Raum (TWGK) ist ein ebenso wichtiges wie neuartiges Instrument im Hinblick auf die wassertouristische Entwicklung. Sein Plangebiet von ca. 6.500 km² erstreckt sich überwiegend auf das Bundesland Sachsen-Anhalt und den Freistaat Sachsen, aber auch Teile Thüringens werden berührt. Die im TWGK definierten Ziele und Maßnahmen sind auf das Jahr 2030 ausgerichtet; nach und nach müssen diese weiterentwickelt und konkretisiert werden. Wichtige Schritte bei der Umsetzung sind die Aufnahme der Maßnahmen in andere formelle und informelle Planungen (regionale Entwicklungskonzepte, Landesentwicklungs-, Regional- und Bauleitpläne) sowie vertiefende Untersuchungen zu einzelnen Projekten. An dem Rahmenkonzept beteiligten sich sechs Landkreise (Anhalt-Bitterfeld, Burgenlandkreis, Leipzig, Nordsachsen,
Saalekreis und Wittenberg) sowie die kreisfreien Städte Dessau-Roßlau, Halle (Saale) und Leipzig. Das TWGK mit detaillierten Karten des Masterplans kann unter www.gruenerring-leipzig.de abgerufen werden.